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UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

kloster Chorin

Das Kloster Chorin zählt zu den schönsten Baudenkmälern der
norddeutschen Backsteingotik.

Mit fast 130.000 ha ist das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin eines der größten und bekanntesten Schutzgebiete Deutschlands.

1990 gegründet, im nordöstlichen Teil Brandeburgs - zum größtenteil in der Uckermark - gelegen, umfasst es eine eindrucksvolle Kulturlandschaft. Die Besiedlung hatte erst nach dem Abschmelzen der Gletscher der Weichsel-Eiszeit begonnen. Großstein- und Steinkistengräber sowie ganze Felder mit Hügelgräbern geben Kenntnis von der Besiedlung in der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Von der späteren slawischen Stämmen zeugen Ringwälle ehemaliger Fluchtburgen und Kultstätten. Aus dem Mittelalter blieb uns das berühmte Kloster Chorin - eines der bedeutendsten Beispiele norddeutscher Backsteingotik - erhalten.

 

In der Schorfheide, dem traditionellen Jagdgebiet, wurde keine Besiedlung zugelassen. Die ehemaligen Burgen wurden zu Jagdschlösser umgebaut und von den Grafen der Askanier, den brandenburgischen Kurfürsten, preußischen Königen, deutschen Kaisern, Nazi-Führern und Staatsmännern als Jagdgebiete genutzt. Die Jagdschlösser in Groß Schönebeck und Hubertusstock verkörpern die Jagdgeschichte in dieser Region.
Karg war das Leben früher in den Bauern- und Walddörfern. Die besseren Böden der kuppigen Grundmoränen wurden ackerbaulich genutzt. 75 kleine Bauern- und Gutsdörfer und drei Kleinstädte Oderberg, Joachimsthal und Greiffenberg liegen im Biosphärenreservat. Sehr beschauliche Orte und landschaftlich reizvoll gelegen sind Friedrichswalde, Ringenwalde, Brodowin am Parsteiner See.
www.schorfheide.de
Die Gletscher der letzten Vereisung hinterließen nach ihrem Abschmelzen vor 10.000 bis 15.000 Jahren eine reich gegliederte Landschaft. Eine dünne Besiedlung, der Wechsel zwischen ausgedehnten Wäldern und weiten offenen Landschaften, der Reichtum an unterschiedlichen Strukturen auf engsten Raum bilden die Grundlage für viele Tier- und Pflanzenarten. Die einst völlig bewaldeten Endmoränen sind durchsetzt mit Seen und Kesselmooren. Die steilen Abhänge bieten östlichen Steppenpflanzen (sibirische Glockenblume, Wiesenkuhschelle, Federgras, Helmknabebkraut..) günstige Bedingungen. In den Sandergebieten im Südwesten stehen die großen Wälder der Schorfheide. Der unnatürlich hohe Wildreichtum wurde inzwischen schon auf ein gesundes Maß reduziert. Neben Rot-, Dahm- und Schwarzwild kommt auch der Biber und der Fischotter vor. Ideale Bedingungen finden auch der Weiß- und Schwarzstorch sowie der Kranich vor. Es brüten auch verschiedene Adler.
Weitere charakteristische Besonderheiten in der Schorfheide sind die mächtigen Findlingen, die 400 bis 600 Jahre alten Huteeichen, jahrhunderte alte Kirchen und Kopfsteinpflaster.

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist in verschiedene Schutzzonen I bis III gegliedert, wobei die Schutzzone I (Kernzone) nicht betreten werden darf, denn hier soll sich die Natur frei von menschlichen Einflüssen entwickeln. Über das Anliegen, die natürlichen Besonderheiten und Entwicklungstendenzen informiert sehr anschaulich, unterhaltsam und mit geschaffenen Erlebniswelten das NABU Informationszentrum Blumberger Mühle bei Angermünde, oder auch das Schorfheide-Museum auf dem Gelände des ehemaligen Jagdschlosses Groß Schönebeck
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20011 hat die UNESCO Buchenwald Grumsin zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Der Buchenwald Grumsin ist einer der größten zusammenhängenden Tiefland-Buchenwälder weltweit. Gletscher der letzten Eiszeit formten die Höhenzüge des Grumsins mit seinen Senken, Mooren, Solen und Seen. Seit gut 20 Jahren ist der Buchenwald Grumsin Totalreservat, in dem die Natur Vorrang hat. Das Betreten und jegliche wirtschaftliche Nutzung sind untersagt. Im Juni 2011 wurde die Buchenurwälder der Karpaten um fünf Waldflächen mit alten Buchenwäldern in Deutschland erweitert. Dazu zählt auch der Buchenwald Grumsin. Ausführlicher siehe www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de
In Altkünkendorf und Groß-Ziehten werden Besucher an den Infopunkten ausführlicher über das Weltnaturerbe informiert und von hier aus sind Wanderwege  entlang der Kernzone ausgewiesen.

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